Das Authenication Board

Nach dem Tod von Franz West hat das Archiv Franz West (AFW) ein Authentication Board eingerichtet, in welchem Anfragen über die Echtheit von Franz West zugeschriebenen Werken behandelt werden. Es besteht aus Experten*innen mit ausgewiesener Kenntnis zum Schaffen von Franz West.

Eine wichtige Grundlage für Entscheidungen des Authentication Boards des AFW sind die vom Künstler in den Jahren 2008 bis 2012 vorgenommenen und dokumentierten Zuordnungen ihm zugeschriebener Werke mit

  • A = echt
  • B = falsch
  • C = fraglich

Diese signierten Bild-Text Dokumente entstanden in enger Zusammenarbeit mit den Kunst­historikerinnen des AFW. Anlass für diese Zuordnungen war eine auffallend große Anzahl Franz West zugeschriebener Werke aus der Frühzeit (1970–1985), bei denen Zweifel an der Authentizität bestand.

Das Authentication Board tagt nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen. Bei den Sitzungen sollen die zu beurteilenden Werke nach Möglichkeit im Original vorliegen.

Anfragen zur Begutachtung von Franz West zugeschriebenen Werken richten Sie bitte unter Beilage von Fotos und möglichst genauen Angaben zum Werk und seiner Provenienz per E-Mail an office@archivfranzwest.org.

Sollen einzelne Werke begutachtet werden, sind von den Werk­besitzern die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Ausstellung von Archivauskünften zu unterfertigen. Für die Bearbeitung von Anfragen wird je Anfrage eine Bearbeitungsgebühr von dzt. EUR 400,— zuzüglich Umsatzsteuer eingehoben.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Authentication Board

I. Allgemeine Bestimmungen

1. Der Verein Archiv Franz West, Sonnenfelsgasse 3/2, 1010 Wien, nachfolgend kurz „AFW“ genannt, hat ein Authentication Board eingerichtet, welches mit Experten zum Werk von Franz West und/oder Experten zu Authentizitätsfragen beschickt wird und die Authentizität Franz West zugeschriebener Werke, nachfolgend kurz „Werke“ genannt, prüft.

2. Jedes dem Archiv bekannte mit Franz West in Verbindung gebrachte Werk wird im AFW unter einer DN-Nummer geführt. Diese Nummer ist lediglich eine Registriernummer, die nichts über die Authentizität des Werkes aussagt.

3. In einer unverbindlichen Beurteilung nimmt das AFW dazu Stellung, ob es sich bei einem Werk, um dessen Beurteilung angefragt wurde, um ein Originalwerk des Künstlers Franz West handelt. Diese Beurteilung beruht auf subjektiven Überzeugungen der beurteilenden Personen des Authentication Boards.

4. Das AFW ist berechtigt, die Durchführung einer Beurteilung und die Übernahme von Werken zur Beurteilung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

5. Das AFW übergibt bei Übernahme eines Werkes dem Übergeber eine Übernahmebestätigung, auf welcher auch der Zustand des Werkes festgehalten wird und welche gegenzuzeichnen ist. Der Übergeber/die Übergeberin unterwirft sich mit Übergabe eines Werkes den gegenständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Der An- und Abtransport des Werkes ist vom Antragsteller/von der/Antragstellerin auf eigene Kosten durchzuführen. Das AFW wird das Werk mit aller gebotenen Sorgfalt behandeln, übernimmt aber keine Haftung für eventuell in diesem Zeitraum eintretende Beschädigungen des Werkes oder Verluste durch Diebstahl. Falls der Antragsteller/die Antragstellerin einen diesbezüglichen Versicherungsschutz wünscht, ist vom Antragsteller/von der Antragstellerin für den Zeitraum ab der Übergabe bis zur Rückgabe des Werkes auf eigene Kosten ein entsprechender Versicherungsvertrag abzuschließen.

6. Der Beurteilung eines Werkes liegen die Ergebnisse der Prüfung und Recherche von AFW sowie einer damit eingehenden Begutachtung des Werkes selbst oder einer Fotodokumentation des Werkes zugrunde. In der Regel werden keine chemisch-physikalischen Untersuchungen des Werkes vorgenommen. Wird ein Werk nicht in natura vorgelegt, wird in der Beurteilung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese nur auf Grund einer Fotodokumentation erstellt wurde.

7. Nachträgliche Restaurierungen im üblichen Umfang ändern an der Beurteilung des AFW über die Authentizität eines Werkes nichts.

8. Die Beurteilung des AFW zu einem untersuchten Werk kann lauten:

a) Das vorgelegte Werk wird als Originalwerk beurteilt und wird in das Werkverzeichnis Franz West aufgenommen;

oder

b) Es kann nicht beurteilt werden, ob es sich beim untersuchten Werk um ein Originalwerk des Künstlers Franz West handelt.

9. Archivauskünfte werden nur über einen schriftlichen Antrag erteilt. Sämtliche (Sorgfalts-)Verpflichtungen des AFW bei der Erstellung dieser Archivauskunft bestehen nur gegenüber dem ausgewiesenen Antragssteller, selbst wenn erkennbar war oder sein musste, dass die Archivauskunft auch für Zwecke Dritter beantragt wurde.

10. Das AFW behält sich vor, für die Erstellung einer Archivauskunft eine Bearbeitungsgebühr einzuheben.

11. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind sowohl hinsichtlich Werken anzuwenden, welche bereits durch das AFW dokumentiert wurden, als auch hinsichtlich Werken, die dem AFW zur Begutachtung und Ausstellung einer Archivauskunft zukünftig überlassen werden.

12. Die Archivauskunft gibt stets nur die Beurteilung des AFW zum jeweiligen Ausstellungsdatum wieder. Es bleibt allein dem AFW überlassen, die Beurteilung eines Werkes, etwa bei Vorliegen neuer Erkenntnisse nachträglich abzuändern. Das AFW wird den Antragsteller/die Antragstellerin nach Möglichkeit in einem solchen Fall verständigen. Das AFW unterliegt jedoch keiner – wie auch immer gearteten – Verpflichtung, den Antragsteller/die Antragstellerin von einer nachträglichen Beurteilungsänderung zu informieren.

13. Die Archivauskunft kann in Papierform oder in einer tauglichen elektronischen Form ausgestellt werden. Sie hat jedoch nur dann Gültigkeit, wenn (i) sie sowohl die Beurteilung samt Datum als auch die vom Antragsteller/von der Antragstellerin unterschriebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen beinhaltet, und (ii) seitens des AFW ordnungsgemäß handschriftlich durch die hiezu befugten Organe unterfertigt ist. Die unterzeichnenden Organe sind nicht notwendigerweise jene, die das Werk zur Erstellung der Archivauskunft beurteilt haben. Diese haften auch nicht selber mit oder statt des AFW.

14. Das AFW gibt personenbezogene Daten ohne Zustimmung des/der Betroffenen nicht bekannt, soweit nicht eine gesetzliche Auskunftspflicht besteht.

II. Rechte und Pflichten des AFW

1. Das AFW ist zum Zwecke der Begutachtung, Untersuchung, Recherche sowie zur Vervollständigung seiner Dokumentationen berechtigt, Fotografien des zu beurteilenden Werkes anzufordern, anzufertigen und diese zu behalten.

2. Das AFW ist berechtigt, eine Kopie der ausgestellten Archivauskunft einzubehalten und diese für den internen und externen Gebrauch zu vervielfältigen.

III. Rechte und Pflichten des Antragstellers

1. Der Antragsteller/die Antragstellerin versichert gegenüber dem AFW, alleiniger Eigentümer/alleinige Eigentümerin des Werkes zu sein, oder den Antrag im alleinigen wirtschaftlichen Interesse des Eigentümers/der Eigentümerin und in dessen/deren Auftrag zu stellen, oder den Antrag unter Nachweis eines besonderen wissenschaftlichen Interesses zu stellen und die Erstellung der Archivauskunft ausschließlich für seine/ihre eigenen Zwecke zu beantragen.

2. Der Antragsteller verpflichtet sich, dem AFW wahrheitsgemäß sämtliche ihm bekannten Informationen zu dem jeweiligen Werk zu übermitteln, das sind insbesondere Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße, Provenienzkette ab Künstler, Zustand sowie eventuelle Restaurierungen oder andere nachträgliche Veränderungen durch den Künstler oder andere Personen.

3. Der Antragsteller/die Antragstellerin verpflichtet sich weiters gegenüber dem AFW,

a) die Archivauskunft stets richtig und vollständig wiederzugeben;

b) die Archivauskunft unverzüglich an das AFW zurückzustellen, sofern er/sie vom AFW dazu aufgefordert wird;

c) sich angemessen darum zu bemühen, allfällige Rechtsnachfolger des Werkes über allfällige nachträgliche Abänderungen einer Archivauskunft zu informieren, vorausgesetzt, dass die Abänderung dem Antragsteller/der Antragstellerin durch das AFW in geeigneter Weise zur Kenntnis gebracht wurde.

IV. Haftungsbeschränkung

1. Das AFW, dessen Organe, Angestellte und sonstige Vertreter übernehmen keine – insbesondere nicht nach den Maßstäben der §§ 1299 f. ABGB – Haftung und leisten keinerlei Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Archivauskunft.

2. Soweit dieser vollständige Haftungsausschluss, der Grundlage für den Antrag auf Beurteilung und die Beurteilung eines Werkes und die in Rechnung gestellte nominelle, lediglich administrative Kosten abdeckende, Gebühr ist, dennoch teilweise oder gänzlich unwirksam sein oder werden sollte, so haftet dessen ungeachtet das AFW lediglich (i) für Vorsatz und krass grobe Fahrlässigkeit; und (ii) betraglich beschränkt mit dem Zehnfachen der an das AFW bezahlten Netto-Bearbeitungsgebühr und (iii) keinesfalls für Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder Schäden Dritter, die nicht selbst Antragsteller waren. Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB findet keine Anwendung.

3. Auch im Falle der Beauftragung im wirtschaftlichen Interesse eines Dritten (zB im Interesse des Eigentümers, siehe oben) besteht die Haftung des AFW nur nach Maßgabe dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen und auch nur gegenüber demjenigen/derjenigen, der/die den Antrag stellt.

4. Der Antragsteller/die Antragstellerin erklärt hiermit, das AFW sowie dessen Organe, Angestellte und sonstigen Vertreter hinsichtlich sämtlicher wie auch immer gearteten Ansprüche, die aus der Stellungnahme in der Archivauskunft erwachsen oder mit dieser in Verbindung stehen, seien diese auch von einem Dritten geltend gemacht worden, vollständig auf erste Aufforderung schad- und klaglos zu stellen.

V. Sonstige Bestimmungen

1. Mit Unterfertigung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Ausstellung von Archivauskünften erklärt der Antragsteller/die Antragstellerin sein/ihr Einverständnis mit dem Inhalt dieser Geschäftsbedingungen und nimmt diese an.

2. Der Antragsteller/die Antragstellerin ist ungeachtet des Inhalts der Archivauskunft verpflichtet, die Bestimmungen dieser Geschäftsbedingungen bei jeder Übertragung des Werkes auf jeden seiner/ihrer Rechtsnachfolger (mit der Verpflichtung zur Weiterüberbindung auf weitere Rechtsnachfolger) hinsichtlich des Werkes zu überbinden.

3. Auf dieses Dokument ist ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss von kollisionsrechtlichen Weiterverweisungen und des UN-Kaufrechtes anzuwenden. Für alle sich aus oder im Zusammenhang mit diesen Geschäftsbedingungen ergebenden Streitigkeiten, einschließlich Streitigkeiten über ihre Geltung oder Nichtigkeit, Auslegung oder Auflösung, ist ausschließlich das sachliche zuständige Gericht am Sitz des AFW zuständig.

4. Von den Geschäftsbedingungen abweichende Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform und Unterschrift durch beide Parteien.

 

Gelesen, akzeptiert und vereinbart:

 

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[Ort, Datum] [Unterschrift, Name und Anschrift
des Antragstellers/der Antragstellerin]

 

 

Die Mitglieder des Authentication Board

Das Authentification Board besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:

  • Edelbert Köb (Vorsitz)
  • Eva Badura-Triska
  • Sabine Breitwieser
  • Songül Höll-Boyraz
  • Martina Kandeler-Fritsch
  • Peter Pakesch
  • Doris Pitour

Edelbert Koeb

1965–1992 künstlerische Tätigkeit; Bildhauerei, Arbeiten im Grenzbereich von Kunst und Design.
1966–1974 Assistent, TU Wien.
1974–2010 Professur, Akademie der Bildenden Künste, Wien.
1985–1995 und 1998–2000 Prorektor der Akademie der Bildenden Künste, Wien.
1983–1991 Präsident Wiener Secession.
1990–2000 Gründungs­direktor Kunst­haus Bregenz.
2002–2010 Direktor mumok
Ab 2011 freier Kurator
Seit 2012 Präsident des Archiv Franz West

1987 Kurator von Franz West. Ansicht in der Wiener Secession, als erster institutioneller Personale in Wien, mit weiterer Station in der Kunsthalle Bern (Katalog und Text)
1990 Kurator Franz West im Rahmen der Serie Bildhauerfotografien, Wiener Secession, Graphisches Kabinett
1998 Ausstellungs­betei­ligung von Franz West bei Life Style im Kunsthaus Bregenz
Beteiligungen von Franz West bei Projekten des mumok und Ankäufe von Franz West für das mumok
2010 West schenkt Koeb anlässlich seines Abschieds vom mumok die von Michael Mautner komponierte Koeb Motette und kreiert eine Speise für das Abschiedsfest

Eva Badura-Triska

Kuratorin am Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) bis 2019
Mitbegründerin des Archiv Franz West und ab 1999 dessen Generalsekretärin

1996 Kuratorin der ersten Retrospektive Franz West. Proforma, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, Kunsthalle Basel, Kroeller-Mueller Museum Otterlo. Die Ausstellung wird von der Amerikanischen Kunstzeitschrift Artforum unter die weltweit zehn besten Ausstellungen des Jahres gereiht.

1996 Kuratorin Franz West. Combi, Künstlerhaus Bregenz

2013 Kuratorin der ersten posthumen Retrospektive Franz West. Wo ist mein Achter, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok), Museum für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt, The Hepworth Wakefield (2014)

Autorin zahlreicher Texte zum Schaffen von Franz West

Sabine Breitwieser

Dr. jur (1986), aktuell tätig als unabhängige Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Museumsexpertin

1988–2007 und erneut 2014–2018 Gründungsdirektorin und leitende Kuratorin der Generali Foundation in Wien, verantwortlich für den Museumsneubau in Wien (1996), der programmatischen Ausrichtung und umfangreichen Sammlung

2004–2013 im Vorstand von CIMAM (International Committee of ICOM for Museums and Collections of Modern Art), 2010–2013 als Secretary and Treasurer

2010–2013 Chefkuratorin für Medien- und Performancekunst am The Museum of Modern Art in New York

2013–2018 Direktorin und Geschäftsführerin am Museum der Moderne Salzburg, verantwortlich für die programmatische Neupositionierung, die Partnerschaft mit der Sammlung Generali Foundation und den Sammlungsdepotneubau

2020/21 Getty Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles

– Breitwieser hat mehr als 150 Ausstellungen in Europa und den Vereinigten Staaten kuratiert und geleitet sowie rund 100 Publikationen herausgegeben
– Laufend tätig als Gastkuratorin an zahlreichen Museen und in Jurien
– Zahlreiche Veröffentlichung wissenschaftlicher Texte in Katalogen und Kunstzeitschriften
– Vortrags- und Unterrichtstätigkeit, u. a. Regents’ Lecturer an der University of California Berkeley

2012 Yoko Ono Lennon Courage Award for the Arts in New York

Rege Zusammenarbeit mit Franz West durch den Erwerb umfangreicher Bestände für die Sammlung Generali Foundation und als Kuratorin regelmäßiger Präsentationen, u. a.

1993 Franz West. Divertissement, Installation und Veranstaltung im ehemaligen Habig Hutgeschäft, Generali Foundation, Wien

1996 Beauftragung von Franz West mit der Möblierung des ehemaligen Habig Hutgeschäft, Generali Foundation, Wien

1997 Postproduktion. Sammlung Generali Foundation, Generali Foundation, Wien, zu der Franz West seine Werke als drei Ensembles (Genealogie des Ungreifbaren, Variable und Träumerei – Dreamy) gruppiert

2012 Sammlungsraum mit Werken von Franz West und Matthew Barney am The Museum of Modern Art, New York

Songül Höll-Boyraz

Geboren 1969 Elbistan (Maras), Türkei

1990–1994
Studium an der Mimar Sinan Universität Istanbul, Fakultätfür Bildende Kunst, Diplom

1994–2000
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Michelangelo Pistoletto

2000–2001
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Peter Kogler


1994
Diplompreis Mimar Sinan Universität Istanbul, Fakultät für Bildende Kunst

1994
Stipendium Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg

1998
Würdigungspreis Michelangelo Pistoletto, Akademie der Bildenden Künste Wien 

2000
Meisterklassen Preis, Akademie der Bildenden Künste Wien

2001
Staatsstipendium für Bildende Kunst, Wien 

2003
Artist Residency und New York Studio Grant des Österreichischen Ministeriums für Kunst und Kultur im Rahmen des ISCP (International Studio & Curatorial Program)

2005
MAK-Schindler Stipendium, Mackey Apartments, Los Angeles


1997 bis 2012 künstlerische Assistentin bei Franz West mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur, Graphik, Video und Möbelproduktion (konzeptionelle Erarbeitung der Stoffbezüge und Ausführung der Polsterung in Zusammenarbeit mit Franz West). Aktive Beteiligung an der Ausstellungsproduktion und Kommunikation mit den jeweiligen Institutionen. 2012–2016 Nach dem Tod von Franz West Begutachtung und Restaurierung von Möbeln für Privatsammlungen, Museen und Galerien im Rahmen der Franz West Privatstiftung.


Martina Kandeler-Fritsch

Geboren 1962 in Wien

Studium der Rechtswissenschaften (nicht abgeschlossen), danach Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien sowie Postgraduate Ausbildung für „Museums- und Ausstellungskuratoren im Kunstbetrieb“ an der Wissenschaftlichen Landesakademie Krems, NÖ.

Stellvertretende Wissenschaftliche Geschäftsführerin, Leiterin Sammlung und Ausstellungen, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien 

Kuratorin zahlreicher Ausstellungen in den Bereichen Kunst, Architektur, Design u.a., Texte zu Kunst, Architektur und Design sowie Herausgabe von Publikationen, Teilnahme an Jurien etc.

1986/87 Mitarbeit in der Galerie Peter Pakesch, Wien
1990 Kuratorin Franz West – Heimo Zobernig, Kunstverein Horn und Galerie der Stadt Prag, (gemeinsam mit Dieter Bogner)
2001 Kuratorin Franz West, Gnadenlos, MAK Wien
2002 Kuratorin Franz West, Merciless, MASSMoCA North Adams, Massachusetts

Peter Pakesch

1976–1979 Referent für bildende Kunst im Forum Stadtpark Graz
1985–1993 exklusive Repräsentanz von Franz West in der Galerie Pakesch, Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in den beiden Wiener Galerielokalen (Ballgasse und Ungargasse) sowie Initiierung, Vermittlung und Begleitung zahlreicher nationaler und internationaler Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
1993–1995 Ausstellungsprojekte für die Nationalgalerie Prag
1996 Übernahme der Ausstellung Franz West. Proforma in der Kunsthalle Basel
2009 Kurator der Ausstellung Franz West. Autotheater (Museum Ludwig, Köln, Kunsthaus Graz 2010) und Museo d’arte contemporanea Donnaregina (MADRE) Neapel (2010) zusammen mit Kasper König und Mario Codognato
Seit 2012 Vorstandsmitglied im Verein Archiv Franz West
Seit 2015 Vorsitzender des Vorstandes der Maria Lassnig Stiftung

Mitglied in diversen Beiräten, Kommissionen und Jurien

Doris Pitour

(ehem. Müller-Hess)
Geboren 26.12.1964 Wien

1988–1991 Studium der Restaurierung und Konservierung, Fachbereich Gemälderestaurierung an der Hochschule / Universität für Angewandte Kunst, Wien
1991–1993 Studium der Restaurierung/Konservierung, Fachbereich Papierrestaurierung, an der Akademie der bildenden Künste, Wien
1993/94 Vertragsbedienstete an der Grafischen Sammlung Albertina, Wien
Seit 1995 selbständig tätig im Institut für Papierrestaurierung GesbR im Bereich Grafik/Kunst auf Papier- und Archivmaterialienrestaurierung
1997–2002 Projektleitung des Eureka Projektes E! 1681 Eurocare LACLEPA Laser Cleaning of Paper and Parchment
Seit 2004 Durchführung von Weiterbildungsseminaren im Bereich Papierrestaurierung veranstaltet von nationalen und internationalen Fachverbänden
Seit 2011 Lehrbeauftragte am IKR (Institut für Konservierung-Restaurierung), Fachbereich Papierrestaurierung, an der Akademie der bildenden Künste, Wien
Mitglied des ÖRV (Österreichischer Restauratorenverband)
Mitglied der IADA (Internationale Arbeitsgemeinschaft der Archiv/Grafik und Bibliotheksrestauratoren)

Ab 1994 „konservatorische Kollaboration“ mit Franz West und seinem Atelier sowie Restaurierungen seiner Arbeiten auf Papier und Papiermachéobjekte für SammlerInnen, Galerien und Auktionshäuser.